Fußchirurgie
Der Patient wählt „mit den Füßen“
Moderne Fußchirurgie im 21. Jahrhundert
In den letzten Jahren hat sich die Fußchirurgie in den USA zu einem weit entwickelten Teilgebiet der Chirurgie entwickelt. Dieser Trend zeichnet sich nunmehr auch in Deutschland ab. Immer mehr Ärzte erkennen, dass die Fußchirurgie nicht weiter Stiefkind der Chirurgie bleiben kann dennoch wird sie in vielen Krankenhäusern immer noch so behandelt: Einer Hand voll seit Jahrzehnten beschriebener Deformitäten und funktioneller Störungen stehen nur einige standardisierte Behandlungsmethoden gegenüber, die der heutigen differenzierten Diagnostik nicht einmal annähernd gerecht werden. Viel zu häufig noch wird der Fuß nicht als Ganzes gesehen. Es werden Knochen entfernt und Gelenke versteift. Mit der Folge, dass aus der scheinbaren Problemlösung in vielen Fällen schnell neue Beschwerden resultieren. Erst allmählich erkennt man, dass bei jeder Fehlstellung oder unklaren Beschwerden individuell nachgedacht werden muss.
Nur eine ursächliche Behandlung verspricht Erfolg
Bei der Analyse der Beschwerden darf man heute nicht nur von der offensichtlichen Fehlstellung ausgehen. Man sollte nicht „Röntgenbilder operieren“, sondern die Ursache der Beschwerden behandeln. Fußoperationen sind keine Eingriffe, die man unüberlegt durchführen sollte die Nachbehandlung ist gemessen an anderen Eingriffen eher lang und braucht etwas Geduld, dessen sollte sich der Patient bei Beginn der Behandlung bewusst sein. Er wird aber in der Regel durch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität belohnt. Dass die richtige Funktion unserer Füße unser gesamtes körperliches Wohlbefinden beeinflusst, ist eine Binsenweisheit. Die Folgen von häufig anzutreffenden Fehlstellungen des Vorfußes können von Knie- und Hüftproblemen bis hin zu schweren Rücken- und Nackenschmerzen reichen.
Häufigste Fußdeformität ist dabei heute der so genannte „Hallux valgus“, der schmerzhafte Großzehenballen. Bewusst wird den Betroffenen die krankhafte Verformung nicht allein durch die schmerzhaften Begleiterscheinungen, sondern natürlich auch durch die damit verbundenen kosmetischen Probleme: Die unschöne Vorwölbung des Großzehenballens, die den Fuß seines Trägers in beinahe jedem Schuh unförmig und geschwollen aussehen lässt. Aber auch das lebenslange Tragen von optimal auf den Fuß abgestimmten Schuhen ist kein Garant für einen problemfreien Fuß vielfach ist die Neigung zum Hallux valgus angeboren oder auch erblich bedingt.
Individuelles Vorgehen bei der Operation
Früher waren die Operationen dieser Deformität tatsächlich simple Eingriffe, bei denen durch die meist durchgeführte Entfernung des Großzehengrundgelenks die Abrollcharakteristik des Fußes insgesamt unwiederbringlich beeinträchtigt wurde. Heute kann man dagegen gelenkerhaltend operieren ein großer Gewinn für den Patienten. Der vortretende Ballen wird also nicht mehr nur entfernt, sondern die Fehlstellung des Zehenstrahls chirurgisch korrigiert. Dadurch, dass der Zeh wieder in seine physiologische Ausgangsform zurückgeführt wird, tritt neben einer Entlastung auch der gewünschte kosmetische Effekt ein. Nur bei Vorliegen einer verschleißbedingten Zerstörung des Gelenkes muss der Chirurg heute noch auf andere Methoden, wie z.B. den Gelenkersatz oder die Gelenkversteifung, zurückgreifen.
Dabei können fast alle Fußoperationen heute problemlos ambulant durchgeführt werden. Nach dem Eingriff kann der Patient also am selben Tag wieder nach Hause gehen nicht einmal ein Gips ist erforderlich; lediglich ein Entlastungsschuh muss getragen werden. Hauptvorteil dabei ist, dass der Patient sich nach der Operation in seinem gewohnten Umfeld erholen kann. In der Regel kann er im Anschluss an die Operation gut ohne medizinische Betreuung den Heimweg antreten. Kurz darauf kann bereits mit einer speziellen Krankengymnastik und Mobilisierung begonnen werden.
Nicht nur der berüchtigte Hallux valgus kann so ambulant operiert werden. Auch Sehnenverlagerungen, Resektionen von knöchernen Gelenkanteilen (Überbeine, Fersensporn) und Sehnenverpflanzungen können heute von erfahrenen Fußchirurgen in Praxiskliniken, Tageskliniken und von operativ tätigen niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden, da nur noch selten ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Bei der Wahl des Chirurgen kann man sich als Patient natürlich selbstverständlich bei anderen Patienten erkundigen, wie der Eingriff bei ihnen verlaufen ist und wie sie selbst den Erfolg der Operation beurteilen dies kann zusätzlich die Sicherheit geben von einem erfahrenen Operateur behandelt zu werden. Patienten wählen buchstäblich „mit den Füßen“.
Einige der wichtigsten Operationsmethoden beim Hallux valgus:
Akin Osteotomie
Die Akin - Osteotomie eignet sich für geringe Fehlstellungen der Großzehe, die im Bereich des Großzehenendgliedes auftreten. Dieses Verfahren wird häufig in der Kombination mit den unten erläuterten Techniken angewandt, um eine exakte Korrektur der Großzehenfehlstellung in allen Bereichen der Großzehe zu erzielen. Hierbei wird zur Korrektur der Fehlstellung ein kleiner Knochenkeil aus dem Großzehenendgliedknochen entnommen. Bei alleiniger Akin Osteotomie ist eine sofortige Vollbelastung des Fußes erlaubt.
Chevron - Osteotomie
Dieses Operationsverfahren kommt in der Regel bei jüngeren Patienten mit gering ausgeprägtem Hallux valgus zum Einsatz. Hierbei wird der Knochen v-förmig hinter der Gelenkfläche des ersten Mittelfußknochens durchtrennt, verschoben und mit einer Schraube oder Draht fixiert. Immer wird dieser Eingriff, wie auch bei den folgenden Operationsmethoden mit einem Weichteileingriff kombiniert.
OP n. Reverden Green
Hierbei handelt es sich um eine Modifikation der Chevron Osteotomie, mit der sich auch etwas größere Hallux valgus-Fehlstellungen als bei der Chevron Osteotomie korrigieren lassen. Zusätzlich bietet dieses Verfahren eine etwas höhere Primärstabilität insbesondere bei größeren Korrekturen. Der erste Mittelfußknochen wird hinter der Gelenkfläche l-förmig durchtrennt, verschoben und mit zwei Schrauben fixiert.
Osteotomie nach Scarf
Die Besonderheit der Scarf - Osteotomie ist die z-förmige Knochentrennung des ersten Mittelfußknochens, mit der im Vergleich zur OP n. Reverden Green eine übungsstabilere Rekonstruktion einer Hallux valgus-Fehlstellung ermöglicht wird. Besonders bei älteren Patienten mit „weichen“ Knochen können mittlere Fehlstellungen gut korrigiert werden.
Open Wedge Technik
Bei der Open Wedge - Technik wird im Gegensatz zu den anderen Verfahren die knöcherne Korrektur nicht im vorfußnahen sondern im mittelfußnahen Bereich des ersten Mittelfußknochens vorgenommen. Die Vorteile des Open Wedge Verfahrens liegen in der hohen Belastungsstabilität. Das Verfahren eignet sich besonders für große Hallux valgus-Fehlstellungen. Hierbei wird der Knochen teilweise durchtrennt, aufgebogen und anschließend mit einer winkelstabilen Metallplatte, die nicht wieder entfernt werden muss, fixiert. So können erhebliche Fehlstellungen mit einem geringstmöglichen Eingriff korrigiert werden. Das Besondere daran: Der Knochen wird kaum verkürzt, so dass nach dem Eingriff praktisch die normale Abrollfunktion zur Gänze wiederhergestellt wird. Auch hier ist relativ schnell eine Vollbelastung wieder möglich. Ein Weichteileingriff ist hierbei sehr wichtig.
Lapidus-Arthrodese
Die Lapidus Arthrodese ist eine Versteifungsoperation im Gelenk zwischen dem ersten Mittelfußknochen und dem daran anschließenden Fußwurzelknochen. Hierbei handelt es sich um eine Operationsmethode, die besonders bei Hallux valgus-Fehlstellungen zur Anwendung kommt, die durch eine Überbeweglichkeit des oben erwähnten Gelenkes hervorgerufen wird. Dieses Verfahren wird auch bei großen Hallux valgus-Fehlstellungen eingesetzt. Durch eine winkelstabile, speziell für diese Operation entwickelte Titanplatte werden eine hohe Stabilität und eine frühzeitige Belastbarkeit gewährleistet.
Arne Wondracek
Aus: ORTHOpress®
Fuss
Ballenzeh
Arthrose der Grosszehe
Krallenzehen
Hammerzehen
Fersensporn
Haglundferse
Achillessehnenriss
Chronische Achillessehnenreizung
Zielsetzung und Behandlungsspektrum der Praxis
Wir wollen als Praxisteam Sie als Patient in den Mittelpunkt stellen.
Sie werden von uns auf dem Weg zur Heilung oder Besserung Ihrer Beschwerden begleitet.
Mit modernsten und bewährten Verfahren finden wir zu einem individuellen Behandlungskonzept für Ihre Beschwerden.
Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von akuten und chronischen Sportverletzungen, akute und chronische Verletzungen des Bewegungsapparates, Überlastungsschäden und verschleissbedingte Beschwerden der grossen und kleinen Gelenke, sowie der operativen Behandlung des Gelenkrheumas.
Folgende Aufstellung gibt einen Überblick über eine Auswahl der operativ behandelbaren Krankheitsbilder:
Schulter
Impingement Syndrom (Schulterengesyndrom)
Kalkschulter
Schultersteife
Rotatorenmanschettenriss
Instabile Schulter nach Verrenkung
Hüfte
freie Gelenkkörper
Impingement (Engesyndrom)
Riss der Gelenklippe
Chronische Gelenkschleimhautreizung
Knie
degenerativer Meniskusriss
Naht des akut gerissenen Meniskus
Knorpeltherapie: Mikrofrakturierung, Knorpelzelltransplantation, OATS
Kreuzbandplastik
Kniescheibenverrenkung
Fuss
Ballenzeh
Arthrose der Grosszehe
Krallen- und Hammerzehen
Fersensporn
Haglundferse
Achillessehnenriss
Chronische Achillessehnenreizung
Der Hallux valgus
beschreibt die Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter innen und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Am dadurch hervortretenden Großzehenballen bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen verursacht durch den Druck des Schuhschafts.
Ursachen
Neben einer nur in Ausnahmefällen nachzuweisenden erblichen Veranlagung werden zwei Ursachen für den Hallux valgus gesehen:
Spreizfuß:
Durch das Einsinken des vorderen Quergewölbes beim Spreizfuß kommt es zu einer Verbreiterung des Ballenbereichs, einer anderen Winkelstellung und somit auch zu einer schiefen Stellung vornehmlich der ersten Zehe.
falsches Schuhwerk:
Durch interkulturelle Vergleiche belegt, ist die Hauptursache des Hallux valgus eindeutig im jahrelangen Tragen von falscher Fußbekleidung zu sehen. Der natürliche und gesunde Normalfuß weist eine leichte Spreizung der Zehen zueinander auf. Eine Tatsache, die heute nur noch in wenigen Kulturen verbreitet ist.
In den Bevölkerungen, die Schuhwerk westlicher Prägung tragen, ist hingegen das dichte Beieinanderliegen der Zehen üblich. Somit hat sich die natürliche strahlengerade Lagerung in eine nur noch zehengerade Lagerung gewandelt. Untersuchungen belegen, dass hierfür schon das über Jahre hinweg regelmäßige Tragen von Strümpfen, die ja die Zehen leicht aneinander drücken, ausreicht. Beschleunigt wird dies durch Tragen von zu engen oder zu kurzen Strümpfen.
Die überwiegend getragenen Schuhe weisen eine Brandsohlengrundform auf, die nicht dem Umriss der natürlichen Fußsohle entspricht (Meyersche Linie nach Prof. Hermann von Meyer). Dadurch werden die Zehen aus ihrer angestammten Lage gedrängt, was auf Dauer zu einer bleibenden Verformung führt. Im fortgeschrittenen Stadium macht sich das dann zunächst durch die Schiefstellung der Großzehe (Hallux valgus) bemerkbar. Diese Schiefstellung schreitet weiter fort, betrifft nach und nach auch die anderen Randzehen und kann bei der Großzehe zu einer nahezu rechtwinklig nach außen zeigenden, die benachbarten Zehen überkreuzenden Längsachse führen.
Stärkere Ausprägungen des Hallux valgus betreffen in erster Linie Frauen. Das rührt einerseits vom schwächeren Bindegewebe der Frau her, aber vor allem durch Damenschuhformen, die diese Fehlentwicklung stärker begünstigen, als die üblichen Herrenschuhe dies bei Männerfüßen verursachen. Drei Faktoren des Schuhwerks sind maßgeblich:
die Absatzhöhe
Durch einen höheren Absatz (über drei bis vier Zentimeter) tritt ein verstärkter Druck im Vorfußbereich auf. Das begünstigt einerseits die Spreizfußbildung, und andererseits werden dadurch die Zehen in die Schuhspitze gepresst.
zu enge Schuhspitzen
Die Schuhspitzen sind häufig zu eng, um den Zehen den notwendigen Freiraum (vor allem zur Seite, aber auch nach oben) zu gewähren. Dadurch werden diese in eine Fehlstellung gezwungen, die im Laufe der Zeit zu einer bleibenden Fehlstellung in den Fußgelenken führt. Viele Frauen haben von oben betrachtet dreieckig geformte (!) Vorderfüße, die sich exakt in die spitz zulaufenden Schuhvorderkappen einfügen.
zu kurze Schuhe
Sind die Schuhe zu kurz werden die Zehen ebenfalls aus ihrer natürlichen Lage gedrängt, was nicht nur den Hallux valgus fördert, sondern auch zu Hammer- und Krallenzehen führt.
Das deutsche Ärzteblatt veröffentlichte im Februar 2005 die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung an deutschen Schülern. Dort wurde eine alarmierende Zunahme von Fußfehlformen und Fußbeschwerden im Jugendalter bemerkt. Man stellte vor allem bei einem größeren Prozentsatz der Mädchen im Alter von 14 Jahren bereits eine deutliche Schiefstellung der Großzehe fest.
Vorbeugung
Kennt man die Ursachen, ist die Vorbeugungstrategie eindeutig: Schuhe mit hohen Absätzen und zu enger Vorderkappe sollten nicht zu oft getragen werden. Die Füße beherbergen ein Viertel sämtlicher Knochen des menschlichen Körpers und sind von daher extrem anpassungsfähig. Wird abwechlungsreiches Schuhwerk getragen bleibt eine Schädigung zumeist aus. Nur das regelmäßige bzw. überwiegende Tragen nicht richtig passender Schuhe und/oder von Schuhen mit höheren Absätzen führt zu den genannten Problemen.
Wer viel barfuß läuft, hat dadurch meist schöne Füße mit glatter Haut und geraden Zehen. Der Schuh für den Alltag soll niedrige Absätze und Freiraum für die Bewegung der Zehen haben. Hochhackige Schuhe sollten nur in Ausnahmefällen getragen werden. Fußgymnastik ist ein hervorragender Ausgleich für die Ruhigstellung, die die Füße auch in guten Schuhen erfahren. Unterstützt wird dies durch Fußbäder und Bürstenmassagen.
Konservative Behandlung
Die Umstellung auf flaches Schuhwerk mit genügend Freiraum für die Zehen, insbesondere das Tragen von Zehenstegsandalen, kann nur im Anfangsstadium helfen. Ein fortgeschrittener Hallux valgus ist auf diese Weise nicht zu beseitigen oder zu verringern. Allerdings führt der Wechsel zu derartigem Schuhwerk dazu, dass es nicht zu einer weiteren Schädigung und Verformung kommt. Empfehlenswert ist Fußgymnastik, die die Zehen beweglich macht und die Haltemuskulatur der Fußgewölbe stärkt. Barfußlaufen kann dies unterstützen. Ansonsten können eventuell orthopädische Schuhe mit Spreizfußeinlagen helfen oder das Tragen von Schuhen, die keine Druckschmerzen auf dem vorstehenden Großzehengrundgelenk verursachen.
Operative Behandlung
Eine einmal eingetretene deutliche Fehlstellung der Großzehe lässt sich nur durch eine Operation korrigieren. Diese ist im Falle von Schmerzen angeraten. In Abhängigkeit von der Ausprägung des Hallux valgus und den bestehenden Beschwerden wird das entsprechende Verfahren gewählt. Von den beschriebenen etwa 150 Methoden sind ca. zehn im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. Besteht zusätzlich zum Hallux valgus auch eine Arthrose im Grundgelenk der Großzehe (Hallux rigidus), muss vorrangig diese behandelt werden. Fast alle Operationsmethoden bestehen aus einer Durchtrennung des ersten Mittelfußknochens, aber in verschiedener Schnittführung. Danach wird der zehenwärts gelegene Anteil des Mittelfußknochens in Richtung des zweiten Mittelfußknochens verschoben (wo er ursprünglich gelegen war) und die beiden Teile des Mittelfußknochens werden eingestaucht oder mit Drähten oder Schrauben fixiert. Abschließend wird die Großzehe mit kräftigen Nähten wieder geradegestellt.
Bei Arthrose im Grundgelenk der Großzehe kann dieses "ausgeputzt" und die Beweglichkeit wiederhergestellt werden. In anderen Fällen wird der geschädigte Gelenkanteil am Grundglied der Großzehe entfernt, das Gelenk in guter Stellung versteift oder ein künstliches Gelenk eingebaut (darüber sind derzeit noch keine Langzeitergebnisse verfügbar).
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-hallux valgus wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Verwandte Themen
Fuß wikipedia
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel behandelt den menschlichen Körperteil Fuß, weitere Bedeutungen unter Fuß (Begriffsklärung)
Fußsohlen
Der Fuß (lat. pes) ist der unterste Teil des Beines. Die Struktur des menschlichen Fußes und der Hand sind Variationen der selben fünf-Finger-Anatomie, die auch bei vielen anderen Wirbeltieren angelegt ist. Als Anpassung an den aufrechten Gang weist der menschliche Fuß eine hohe anatomische und funktionale Komplexität auf.
Der Fuß besteht aus Zehen, Ballen, Sohle, Ferse, Spann (Fußrücken) und Rist (Außenkante). Die Verbindung zum Unterschenkel wird durch den Knöchel (das Sprunggelenk) gebildet. In den Füßen befinden sich ein Viertel der 208 bis 215 Knochen des menschlichen Körpers.
An Fußsohle und Zehen finden sich die Rezeptoren der Hautsinne (Tastsinn) in besonders hoher Dichte. Die Fußmuskulatur hat die Aufgabe, die Bewegungen des Fußes auszuführen. Darüber hinaus spannt sie auch das Längs- und Quergewölbe des Fußes. Die Fußmuskulatur wird in die Gruppe der langen und der kurzen Fußmuskeln unterteilt. Die kurzen Fußmuskeln befinden sich am Fußskelett, d.h. sie haben hier ihren Ursprung und Ansatz. Die langen Fußmuskeln dagegen liegen am Unterschenkel. Die Unterschenkelmuskulatur wird dennoch zur Fußmuskulatur gezählt, weil sie am Fußskelett ansetzt.
Inhaltsverzeichnis
1 Fußgewölbe
2 Fußsohle
3 Fußmuskulatur
3.1 Kurze Fußmuskulatur
3.2 Lange Fußmuskulatur
4 Das Fußskelett
5 Siehe auch
6 Weblinks
Fußgewölbe
Der Fuß weist ein Längsgewölbe und ein Quergewölbe auf. Dadurch wird das Körpergewicht hauptsächlich über die drei Punkte Ferse, Großzehengrundgelenk (Großzehenballen) und Kleinzehengrundgelenk (Kleinzehenballen) getragen.
Die Fußgewölbe werden durch Muskulatur verspannt und durch Bänder aufrecht erhalten. Für die Aufrechterhaltung des Quergewölbes wird das Zusammenspiel von Musculus tibialis posterior und Musculus peroneus longus als besonders wichtig angesehen. Darüber hinaus sind auch die Querzüge der Aponeurosis plantaris für das Quergewölbe wichtig. Für die Aufrechterhaltung des Längsgewölbes ist die Fußsohlensehnenplatte (Aponeurosis plantaris) und das lange Sohlenband (Ligamentum plantare longum) wichtig. Das Längsgewölbe wird durch den Musculus flexor hallucis longus und den Musculus flexor digitorum longus und auch die kurze Fußmuskulatur verspannt.
Die Fußgewölbe sind für die einwandfreie Funktion des Fußes von großer Bedeutung. Einigen Erkrankungen des Fußes (Plattfuß, Senkfuß, Spreizfuß) liegt ein Absinken der Fußgewölbe zugrunde.
Fußsohle
Fußsohlen von 30 Tage altem Säugling und Vater im VergleichDie Fußsohle (Planta pedis oder kurz Planta) besitzt einen Unterbau aus einem Fettkörper, der Stöße dämpft und eine polsternde Wirkung hat. Durch diesen Fettkörper hindurch sind anatomische Gegebenheiten so gut wie nicht zu ertasten mit Ausnahme der Mittelfußköpfchen der mittleren Strahlen. Der Fettkörper ist so konstruiert, dass er unter den Belastungen nicht verrutschen kann. Würde die Sohle beim Gehen unter den einwirkenden Kräften verrutschen, so würde das ein Unsicherheitsgefühl beim Gehen verursachen.
Die Fußsohle lässt sich in folgende Bereich unterteilen, die z.B. auch in einer Trittspur im Sand oder im Trittschaum-Abdruck eines Arztes zu erkennen sind:
Ferse
Fußaußenrand
Der Bereich des Längsgewölbes
Fußballen (beinhaltet auch den Großzehen- und Kleinzehenballen unter dem Großzehen- bzw. Kleinzehengrundgelenk und alle übrigen Zehenballen unter den übrigen Zehengrundgelenken)
Nicht die gesamte Fußsohle hat einen Kontakt zum Boden. Im Bereich des Längsgewölbes bzw. Fußinnenrandes liegt sie beim gesunden Fuß nicht auf. Das Körpergewicht wird von der Fußsohle zu unterschiedlichen Anteilen getragen. Den Hauptanteil des Körpergewichtes tragen die Ferse (ca.33%) und der Fußballen (ca.40%). Den Rest übernehmen der Fußaußenrand (ca.15%), die Großzehe (ca.5%) und die übrigen Zehen (ca.7%).
Der Orthopäde kann mit Hilfe eines Podoskops (Gerät zur Fußdiagnostik bei Fußschäden oder -schwächen) eine direkte Untersuchung vornehmen. Moderne digitale Podoskope erlauben eine Dokumentation und mit entsprechender Software auch Berechnungen für Diagnose und Therapie.
Fußmuskulatur
Kurze Fußmuskulatur Die kurze Fußmuskulatur setzt sich aus den im Folgenden beschriebenen Muskeln zusammen.
Zu den beugenden Muskeln gehören:
Musculus abductor hallucis,
Musculus flexor hallucis brevis,
Musculus adductor hallucis,
Musculus flexor digitorum brevis,
Musculus opponens digiti minimi,
Musculus flexor digiti minimi brevis,
Musculus abductor digiti minimi
Musculus quadratus plantae
Zu den streckenden Muskeln gehören:
Musculus extensor hallucis brevis,
Musculus extensor digitorum brevis
Darüber hinaus gibt es noch die zwischen den Mittelfußknochen liegenden Zwischenknochenmuskeln:
Musculi interossei dorsales,
Musculi interossei plantares
Lange Fußmuskulatur Die Unterschenkelmuskulatur wird gemeinhin als lange Fußmuskulatur bezeichnet. Der Grund liegt darin, dass diese Muskeln fast ausschließlich am Fußskelett ansetzen. Die einzige Ausnahme hierfür bildet der Musculus popliteus, der nur im Kniegelenk wirkt.
Die langen Fußmuskeln verjüngen sich zum Fuß hin und geben damit dem Unterschenkel seine charakteristische Form.
Der Ansatz am Fußskelett erfolgt über lange Sehnen, die in Sehnenscheiden geführt und umgelenkt werden. Diese Sehnen verlaufen unter anderem über den Fußrücken, wo man sie am besten bei der Anspannung der Muskulatur erkennen kann.
Zu den Fußmuskeln gehören die im Folgenden aufgezählten Muskeln:
Beugende (plantarflektierende) Muskulatur:
Musculus gastrocnemius,
Musculus soleus,
Musculus flexor digitorum longus,
Musculus tibialis posterior,
Musculus flexor hallucis longus,
Musculus peronaeus longus,
Musculus peronaeus brevis
Streckende (dorsalflektierende) Muskulatur:
Musculus tibialis anterior,
Musculus extensor hallucis longus,
Musculus extensor digitorum longus,
Musculus peronaeus tertius
Das Fußskelett
Menschlicher Fuß, Volumenrekonstruktionstechnik aus CT-Bildern (Video)
Menschlicher Fuß, hochauflösende Volumenrekonstruktionstechnik aus CT (Video)Das Fußskelett wird nach anatomischen Gesichtspunkten Unterteilt in Fußwurzel (Tarsus), Metatarsus (die Mittelfußknochen) und Zehen (Digiti pedis). Die Knöchel gehören zwar eigentlich zum Schienbein und Wadenbein, da sie aber Bestandteil des Sprunggelenkes sind und Probleme mit diesem Gelenk meistens in einen Zusammenhang mit dem Fuß zu setzen sind, zählt man die Knöchel ebenfalls zum Fuß.
Das gegenüber dem Sprunggelenk nach hinten überstehende Fersenbein (Calcaneus) bildet die Ferse und stellt einen sogenannten Rückfußhebel dar. Die gesamte Fußwurzel wird dementsprechend unter funktionellen Gesichtspunkten auch als Rückfuß bezeichnet.
Entsprechend dazu hat der vor dem Sprunggelenk liegende Bereich die Wirkung eines Vorfußhebels. Unter funktionellen Gesichtspunkten wird dieser Bereich deshalb als Vorfuß bezeichnet. Der Vorfuß umfasst die Mittelfußknochen und die Zehen.
Die Knochen des Fußskelettes sind durch zahlreiche Gelenke miteinander verbunden und werden durch Bänder zusammengehalten. Die wichtigsten und von Verletzungen am häufigsten betroffenen Bänder sind die Bänder des Sprunggelenkes.
Die Fußwurzel besteht aus den folgenden Knochen:
Sprungbein (Talus)
Fersenbein (Calcaneus)
Kahnbein (Os naviculare)
Würfelbein (Os cuboideum)
1. bis 3. Keilbein ( Os cuneiforme I bis III)
Der Vorfuß besteht aus folgenden Knochen:
1. bis 5. Mittelfußknochen ( Ossa metatarsalia I bis V)
Zehenknochen (Ossa digitorum pedis)
2 Sesambeine
Das Fußskelett hat folgende Gelenke:
Das obere Sprunggelenk (Articulatio talocruralis)
Das untere Sprunggelenk (besteht aus Art. subtalaris und Art. talocalcaneonavicularis)
Kalkaneokuboidgelenk (Art. calcaneocuboidea, liegt zwischen Calcaneus und Os cuboideum)
Talonavikulargelenk (liegt zwischen Sprungbein und Kahnbein)
Articulatio tarsi transversa (Chopart-Gelenk, wird aus dem Kalkaneokuboidgelenk und dem Talonavikulargelenk gebildet)
Tarsometatarsalgelenke (Artt. tarsometatarseae, hier stehen der 1. bis 3. Mittelfußknochen mit den Keilbeinen und der 4. bis 5. Mittelfußknochen mit dem Würfelbein in Verbindung)
Intertarsalgelenke (liegen zwischen Keilbeinen, Kahnbein und Würfelbein)
Metatarsophalangealgelenke (das sind die sog. Grundgelenke zw. Mittelfußknochen und Zehengrundgliedern
Interphalangealgelenke (Gelenke zwischen den Gliedern der Zehen)
Siehe auch Fehlbildungen des Fußes siehe unter Plattfuß, Senkfuß, Podologie, Spitzfuß, Spreizfuß, Hallux valgus
Stempelfuß
Schweißfuß
Schuhgröße
Füßebinden
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Fuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Deformität wikipedia
Deformität
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eine Deformität ist eine größere Abweichung der Gestalt des Körpers oder eines Körperteils vom üblichen Erscheinungsbild. Eine pränatale Deformität wird auch als Fehlbildung bezeichnet.
Sie kann unterschiedliche pränatale oder postnatale Gründe haben:
Genmutation
Geburtskomplikationen
Wachstumsstörung (Akromegalie, Kümmerwuchs)
Hormonstörung (Kropf)
größere Verletzungen (Verbrennung, Verbrühung)
Folgekrankheiten (Stempelfuß, Raucherbein)
Arthritis
Rheuma
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Deformität wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Plattfuß
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Plattfuß (lat. pes planus) ist im Endstadium (kontrakt) eine krankhafte Verformung der Fußknochen, wobei das Fußgewölbe durchgetreten ist und die gesamte Fußfläche auch ohne Belastung auf dem Untergrund aufliegt.
Ursachen und Folgen Ursachen für die Entstehung eines Senk- oder Plattfußes sind z. B. eine Schwäche der Sehnen oder Übergewicht. Eine Vorform des Plattfußes ist der Senkfuß, bei dem sich das Längsgewölbe absenkt.
Ein Senkfuß kündigt sich durch starke Fußschmerzen im Bereich der Mittelfußknochen an. Da der Fuß beim Gehen die Schritte nicht mehr abfedern kann, tut jeder Schritt weh. In der Wachstumsphase ist der dann meist noch lockere Plattfuß schmerzfrei.
Behandlung Das Schuhwerk sollte den Füßen genügend Platz lassen und nicht drücken. Der Orthopäde wird dem Patienten mit Plattfüßen orthopädische Maßschuhe verordnen, die er sich dann auf Rezept beim Orthopädie-Schuhmacher seiner Wahl nach seinen Wünschen anfertigen lassen kann. Auch Einlagen nach Maß verschaffen sofort Abhilfe.
In geeigneten Fällen kann der Plattfuß operativ korrigiert werden. Hierbei wird im Prinzip ein dreieckförmiger Keil aus dem Fußwurzelbereich ausgesägt, welcher quer zur Längsachse des Fußes orientiert wird und mit seiner Basis zur Fußsohle hin zeigt. Wenn man dann nach Entnahme dieses Keiles die verbliebenen Knochenflächen aufeinanderstellt und operativ durch Schrauben oder Platte stabilisiert, resultiert unmittelbar eine Längswölbung.
Verwandte Themen Senkfuß (Vorform des Plattfußes)
Knickfuß
Spreizfuß
Hohlfuß
Spitzfuß
Hallux valgus
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Plattfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Senkfuß
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wenn das Längsgewölbe des Fußes (die Wölbung von der Ferse zum Vorderfußballen) abgeflacht ist, wird dies als Senkfuß bezeichnet. Typisch ist, dass der Fuß eingeknickt ist und der Knöchel auf der Innenseite heraus steht. Von hinten betrachtet, sieht man, dass der Übergang vom Wadenmuskel über die Achillessehne zur Ferse nach außen abknickt. Daher auch die Bezeichnung „Knicksenkfuß“. Der Extremfall liegt vor, wenn die Haut der Fußwölbung komplett am Boden aufliegt - dies wird als Plattfuß bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1 Ursachen des Senkfußes
2 Folgen des Senkfußes
3 Behandlung des Senkfußes
4 Verwandte Themen
5 Weblinks
Ursachen des Senkfußes In aller Regel ist der Senkfuß durch eine Schwäche der Fußmuskulatur bedingt, die normalerweise das Fußgewölbe trägt. Diese Schwäche ist bei Kleinkindern zunächst noch normal, sollte sich jedoch im Laufe einiger Jahre verwachsen. Doch bewegungsarme Lebensweise, verstärkt durch die Ruhigstellung der Füße in den Schuhen, verhindert häufig den erforderlichen Trainigsreiz auf die Fußmuskulatur. Deshalb hat sich auch bei Jugendlichen und Erwachsenen die notwendige Muskelspannung für ein stabiles Fußgewölbe noch nicht ausgebildet. Fast immer ist Fußschwäche der Grund für Senkfüße, nur ganz selten angeborene Missbildungen, die im Zweifelsfall jedoch durch ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden sollten.
Folgen des Senkfußes Zu befürchten sind im Laufe des Lebens Überlastungsschmerzen der zu schwachen Fußmuskulatur, Knieschäden in Folge falscher Kraftübertragungen beim Gehen und Stehen, Bildung eines schmerzhaften Fersensporns, Bandscheiben- und Rückenprobleme wegen gestörter Bewegungsabläufe und unzureichender Stoßdämpfung durch das eingesunkene Fußgewölbe.
Behandlung des Senkfußes Eine ursächliche Behandlung muss (sofern nicht eine echte Missbildung vorliegt) in der Stärkung der Fußmuskulatur bestehen. Muskelaufbau wird vor allem durch Barfußgehen auf abwechslungsreichem, hauptsächlich weichem Untergrund und durch Fußgymnastik stimuliert. Ideale Bedingungen für ein therapeutisch wirksames Barfußgehen wurden in den letzten Jahren in zahlreichen Barfußparks geschaffen.
Wichtig ist es, am Anfang das Pensum so vorsichtig zu dosieren, dass keine Schmerzen empfunden werden. Wenn das Barfußgehen von vorneherein schmerzt, sollte zunächst unter Anleitung eines Physiotherapeuten geübt werden. Da Barfußgehen nicht immer möglich ist, sollten bevorzugt Schuhe getragen werden, die dem Fuß ein Höchstmaß an Beweglichkeit ermöglichen, wie z. B. Mokassins, Zehensteg- und Sportsandalen.
Einlagen wirken bei Erwachsenen nicht gegen das Grundleiden Muskelschwäche. Sie können aber wichtig sein, um den Senkfuß so weit passiv zu korrigieren, dass kein weiterer Schaden an Füßen, Knien und Rücken entsteht, wenn man öfters lang auf den Beinen ist. Bei Kindern sollte aber die Herausforderung durch Barfußgehen und Fußgymnastikspiele das wichtigste Element der Behandlung sein, denn der Muskelaufbau kann bei ihnen schon innerhalb von Monaten zur Besserung führen.
Einlagen können bei Kindern u. U. von Nachteil sein, da sie die Beweglichkeit der Füße zusätzlich einschränken und den Muskelaufbau behindern. Einlagen sollten dann angewendet werden, wenn Gymnastik allein nicht mehr zum Muskelaufbau ausreicht. Moderne Einlagenmaterialien stimulieren die Fußmuskulatur und tragen dazu bei, dass sich der Fuß festigt. Früher hat man starre Einlagen und dazu harte, feste Schuhe empfohlen. Diese Therapie ist überholt. Heute verwendet man je nach Schweregrad des Fußverfalls korrigierende oder stützende Einlagen, die dem natürlichen Boden nachempfunden sind.
Verwandte Themen Plattfuß (extreme Form des Senkfußes)
Knickfuß
Spreizfuß
Hohlfuß
Spitzfuß
Hallux valgus
Fersenbein
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Senkfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Spreizfuß
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unter Spreizfuß wird ein Auseinanderweichen der Knochenstrahlen des Mittelfußes verstanden. Ein "kleines Fußgewölbe" oder "Quergewölbe", das normalerweise im Bereich des Vorderfußballens ausgebildet sein sollte, ist durchgetreten, so dass häufig eine Schwiele unterhalb der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe deutlich in Erscheinung tritt. Anders als das "Längsgewölbe" wird das "Quergewölbe" nicht durch die umgebende Muskulatur aufrecht erhalten, sondern rein durch die statische, tunnelartige Anordnung der Mittelfußknochen. Daher ist der Grund für einen Spreizfuß nicht mangelnde Bewegung, sondern das Tragen ungeeigneten Schuhwerkes, vor allem von Absatzschuhen. Somit ist diese Fußschwäche durch Fußgymnastik nicht zu therapieren, allerdings durch das Nichtwegfallen einer Dämpfungsfunktion wie beim Senkfuß auch nicht so gelenksschädigend.
Inhaltsverzeichnis
1 Risiken
2 Vorbeugung
3 Verwandte Themen
4 Weblinks
Risiken Im Normalfall macht der Spreizfuß wenig Probleme. Er ist jedoch ein Risikoindikator für die Entwicklung eines Hallux valgus beim Tragen von spitz zulaufenden und/oder hochhackigen Schuhen. Vor allem letztere bewirken durch eine drastische Gewichtsverlagerung auf den Vorderfuß, dass die Mittelfußknochen auseinandergedrückt werden. Die Sehnen verlaufen dann nicht mehr über den Zehengrundgelenken, sondern weiter innen, und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Eng zusammengerückte Zehen sind eine typische Spätfolge des Spreizfußes. Auf Grund der chronischen Reizung der Plantarnerven kann sich ein interdigitales Schmerzsyndrom (sog. Morton-Neuralgie) entwickeln.
Vorbeugung Hallux valgus und Hammerzehen stellen nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern bereiten meist langwierige Beschwerden. Wer bei sich die Veranlagung zum Spreizfuß feststellt, ist deshalb gut beraten, flache Schuhe mit Freiraum für die Beweglichkeit der Zehen zu tragen.
Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen kann einem Spreizfuß und anderen Fehlstellungen durch häufiges Barfußlaufen vorgebeugt werden.
Verwandte Themen Knickfuß
Senkfuß
Plattfuß
Hohlfuß
Spitzfuß
Hallux valgus
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Spreizfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Knickfuß
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Knickfuß bezeichnet man eine krankhafte Fehlstellung des Fußes, bei der der Fuß (oder nur die Ferse) in der sog. "Valgusstellung" steht, d. h. bei Belastung nach außen hin abgeknickt ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Entwicklungsphasen und Vorbeugung
2 Folgen
3 Behandlung
4 Verwandte Themen
Entwicklungsphasen und Vorbeugung Der Knickfuß tritt häufig in Verbindung mit dem Senk- oder Plattfuß auf. Beim Kleinkind ist in einem gewissen Zeitraum ein Knickfuß physiologisch, d. h. der Normalfall. Im Alter von 8-10 Jahren sollte der Kinderfuß jedoch soweit gefestigt sein, dass der Fuß nicht mehr oder nur noch minimal nach innen einknickt. Ist dies nicht der Fall, sollte so früh wie möglich mit Fußgymnastik begonnen werden. Auch Barfußgehen wirkt positiv auf die Stabilisierung des Fußes.
Folgen Grundsätzlich beeinträchtigt der Knickfuß die Statik des Körpers. O-Beine, X-Beine und Knieprobleme sind eine Folgeerscheinung unbehandelt gebliebener Knickfüße. Im jugendlichen Alter klagen manche Menschen zuerst über Knieprobleme und wundern sich, dass der Arzt Einlagen verschreibt.
Behandlung Steht der Knickfuß in Verbindung mit einem Senkfuß, kann man im Schulalter mit modernen Maßeinlagen und zusätzlicher Kranken- bzw. Fußgymnastik durchaus eine Normalisierung des Fußes erzielen. In schweren Fällen können Nancy-Hilton- oder Ringorthesen erforderlich sein.
Verwandte Themen Spreizfuß
Senkfuß
Plattfuß
Hohlfuß
Spitzfuß
Hallux valgus
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Knickfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Hohlfuß wikipedia
Hohlfuß
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Hohlfuß (lat. Pes cavus oder Pes excavatus) ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Fußes.
Inhaltsverzeichnis
1 Symptome und Beschwerden
2 Ursachen
3 Folgen und Komplikationen
4 Behandlung
5 Verwandte Themen
Symptome und Beschwerden Druckstellen an der höchsten Stelle des Spanns, an der Fußsohle des Ballens und den Zehen, was zu Fußschmerzen und zu Schwierigkeiten beim Gehen führen kann. Die Zehen sind stark gekrümmt und versteift. Am Ballen und am äußeren Rand verschleißen die Schuhe leicht. Verstauchungen kommen häufiger vor.
Ursachen Ursachen für einen Hohlfuß sind häufig Lähmungen und Nervenschäden, die die kleinen Fußmuskeln lähmen. Auch eine Schwäche der Fußmuskeln und der Bänder kann die Ursache sein. Manchmal ist der Hohlfuß ein erstes Anzeichen einer Muskelschwäche.
Folgen und Komplikationen Der unsichere Gang und das leichte Umknicken des Fußes begünstigt Stürze und Verstauchungen.
Behandlung Einlagen können das Fußgewölbe stützen und den Vorfuß entlasten. Schuhe mit einem hohen Schaft geben dem Fuß Halt und verhindern das Umknicken. Meist sind orthopädische Schuhe nötig. In schweren Fällen ist eine Operation möglich.
Verwandte Themen Orthopädie
Fuß, Fehlstellung
Einlage
Senkfuß
Knickfuß
Spreizfuß
Plattfuß
Spitzfuß
Hallux valgus
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Hohlfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ein Spitzfuß entsteht dann, wenn der Fuß längere Zeit gestreckt gehalten wird. Die Achillessehne kann sich dabei dauerhaft verkürzen, woraufhin normales Gehen nicht mehr möglich ist. Die Betroffenen müssen dann „auf Zehenspitzen“ gehen.
Spitzfußverhütung Betroffen sind beispielsweise bettlägrige Menschen, speziell aber Träger von Thomasschienen, in der Regel Kinder, die Morbus Perthes haben: In einer Thomasschiene hängt der Fuß lose herab, so dass Gegenmaßnahmen erforderlich sind.
An Thomasschienen werden zur Prävention eingesetzt:
Orthesen, die den Fuß in Normalstellung fixieren
„Spitzfußzügel“, die (ähnlich wie ein Steigbügel) unter der Schuhsohle auf Höhe des Fußballens und knapp unter dem Knie an der Schiene befestigt sind. Spitzfußzügel haben den Nachteil, dass die Kinder sich von dem Zügel abdrücken können und somit das Hüftgelenk belasten, was dem Sinn der Thomasschiene zuwiderläuft.
Fersenriemen, die vom hinteren Schuhabsatzrand nach unten zur Sohlenplatte führen
Parallelgleiter, entweder ein Kunststoffstab quer unter der Sohle, der an der Schiene anliegt, oder eine Platte, die in Gleitlagern in der Schiene geführt wird und auf der der Fuß befestigt wird
Federbügel, auf denen der Fußballen lose aufliegt und der bei zu hoher Belastung nach unten schwenkt
Manschetten, die das Sprunggelenk umschließen (diese dienen primär, über Bänder, die nach unten zu Umlenkrollen führen und dann in Spiralfedern dienen) der Extension des Hüftgelenks
Dynamische Prävention: Letztlich der Verzicht auf apparative Maßnahmen; der Fuß jedenfalls die Zehen und der Fußballen bleibt unbekleidet (barfuß), und die Schiene wird so eingestellt, dass die Zehen den Boden unter Belastung berühren würden. Damit ist keine nennenswerte Belastung des Hüftgelenks möglich, aber es besteht der Anreiz, den Fuß beim Gehen zu bewegen. Diese Methode hat sich bislang am Besten bewährt (siehe weiter unten).
Auch der Federbügel (siehe Punkt 5) ist gut geeignet, sorgfältige Justierung der Federkraft vorausgesetzt.
Punkte eins bis vier gelten als uneffiziente Methoden, weil sie das Sprunggelenk unnötig fixieren. Als ungünstig erwiesen haben sich auch Methoden, die das Tragen eines Schuhs voraussetzen (2, 3, 4).
Die dynamische Prävention erfordert Einübung und Kontrolle. Sie kann gegebenenfalls mit Nachtorthesen (sie oben unter Punkt 1) und Federbügeln (siehe oben unter Punkt 5) kombiniert werden. Diese Kombination mit dem Federbügel bietet sich beispielsweise bei längeren Autofahrten an.
Der Vorteil dieser dynamischen Pravention liegt auch darin, dass die Fußmuskulatur und der Fußhebermuskel angeregt werden.
aus Wikipedia
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel wikipedia-Spitzfuß wikipedia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels
Kooperierende Chirurgen:
Dr. med. Sabine Dücker
Dr. med. Ivan Heepen
Dr. med. Werner Heuser
Dr. med. Wilhelm Herfen
Dr. med. Faramarz Pakravan
Dr. med. Jörg Reiff
Dr. med. Karl-Heinz Schultheis
Dr. med. Ulrich Waltking
Dr. med. Axel Zaremba
Verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über das AOZ.
Welche Eingriffe wir durchführen und welche Ärzte bei uns operieren, erfahren Sie unter diesem Punkt.
Eine kurze Schilderung zum Verlauf
einer Operation in unserem Hause.
Ärztliche und zahnärztliche
Fortbildung im Ambulanten Operationszentrum Düsseldorf, Grafenberger Allee 136
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne während der Geschäftszeiten,
persönlich, per Telefon oder E-Mail zur Verfügung.
|